Im Rahmen des BioEnergy Farm2 Projekttreffens am 24. und 25. November 2016 beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. in Darmstadt, besuchten die Projektpartner die Bio-Raffinerie BIOWERT in Brensbach.
Das Bio-Raffinerie-Konzept der Firma BIOWERT ist das Herzstück des Prozesses, bei dem Wiesengras (von lokalen Bauern) und Lebensmittelreste zu Ökostrom und innovativen Materialien (Bio-Kunststoff) verarbeitet werden.

Das Konzept verfolgt dabei ein sehr einfaches Ziel; es verwenden Rohstoffe so effizient wie möglich in einem Recyclingprozess, so dass wir keine Abwässer oder Abfallprodukte erzeugen und nur minimale Ressourcen nutzen.

Unter Einsatz des ressourcenschonenden Prozesse werden Kunststoffe aus 75% Zellulose aus Wiesengras und 25% recyceltem Kunststoffe (AgriPlast), Terrassenbeläge und Dämmstoffe (AgriCell) hergestellt. Zudem entsthet dabei ein wertvoller Düngemittel, der in der regionalen Landwirtschaft eingesetzt wird. 

Zum Verfahrenskonzept (Biogas & Gärrest): Das Gras wird zunächst aufgeschlossen, die Faserfraktion abgetrennt und dann getrocknet. Die Fasern können direkt als Isoliermaterial verwendet werden oder zu einem Granulat zum Kunststoffaustausch weiterverarbeitet werden.


Die „Gras-Gülle“, die flüssige Fraktion, ist das Hauptsubstrat für die 1,4 MWel Biogasanlage, in der auch die Lebensmittelreste vergärt werden. Die Wärme aus den BHKW wird verwendet, um die Grasfasern  zu trocknen und um die Hygienisierung der Lebensmittelreste zu gewährleisten.

Das für den Prozess benötigte Prozesswasser wird über eine Membranfiltrationsanlagen (Ultrafiltration mit anschließender Umkehrosmose, Kapazität ca. 6 m³ / h) aus dem Gärsubsrat gewonnen. Dies wird zuvor durch eine Dekanterzentrifuge getrennt. Der Presskuchen wird an die Landwirte geliefert, ebenso das Konzentrat aus der Membranstufe.

Weitere Informationen zum Bio-Raffinerie-Konzept von BIOWERT finden Sie unter www.biowert.com

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